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Wirkung & Auftreten

Executive Presence auf Englisch: Wirkung entsteht vor dem ersten Satz

· 2 Min. Lesezeit · von Diana Vornicu-Eger

Du betrittst den Call. Kamera an, drei Sekunden bevor du „Good morning, everyone“ sagst. Genau in diesen drei Sekunden entscheidet sich schon einiges, lange bevor dein erstes Wort auf Englisch überhaupt fällt.

Executive Presence wird gern mit Statur, Titel oder tiefer Stimme verwechselt. In Wahrheit ist sie etwas viel Leiseres: die spürbare Übereinstimmung zwischen dem, was du sagst, wie du es sagst, und wer du dabei bist.

Presence kommt vor Perfektion

Viele meiner Teilnehmenden kommen mit dem Wunsch: „Ich will besseres Englisch sprechen.“ Doch je tiefer wir arbeiten, desto klarer wird: Es geht selten ums Vokabular. Es geht um die Frage, ob du dir erlaubst, wirklich da zu sein, in der Stille vor dem Satz, im Blickkontakt, bevor überhaupt ein Wort fällt.

Ein einfaches „Let me take a moment here“ mit ruhiger Präsenz wirkt stärker als eine druckreife Rede, die hastig heruntergesagt wird, aus Angst, den Faden zu verlieren.

Die drei Ebenen von Presence

Der Körper. Aufrechte Haltung, ruhiger Atem, ein bewusster Blick, bevor du sprichst. „Pause before you speak“ ist eine der einfachsten und zugleich wirksamsten Übungen, die ich kenne. Im virtuellen Raum kommt etwas dazu, das die meisten unterschätzen: die Hände. Wenn ein großer Teil des Körpers im Video-Call gar nicht sichtbar ist, tragen die Hände umso mehr Wirkung. Hände, die ruhig und bewusst mitgehen, die einen Gedanken formen, senden Klarheit. Hände, die sich verstecken oder nervös herumspielen, senden Unsicherheit, ganz ohne ein einziges Wort.

Die Stimme. Nicht lauter, sondern lebendiger. Eine Stimme, die immer im gleichen Ton bleibt, ermüdet das Publikum. Deshalb arbeiten wir in meinen Sessions und Programmen bewusst mit Höhen und Tiefen, mit pitch und pace, mit dem Wechsel zwischen einem energischen Satz und einer leisen, langsamen Passage. Ein Satz, der bewusst abgeschlossen wird, trägt mehr Gewicht. „I believe this is the right direction.“ Punkt. Kein Nachschieben.

Die innere Haltung. Das ist die eigentliche Wurzel, und sie hat einen Namen: Intention. Intention means who you are when you speak, and what quality you wish to bring to the room you are in, and to what's happening there. Deine Wirkung, dein impact, entsteht nicht durch die perfekte Formulierung, sondern durch diese innere Ausrichtung, die jedem Satz vorausgeht. Wer sich vorher bewusst fragt, welche Qualität ich in diesen Raum bringen möchte, wird genau das ausstrahlen, mit jedem noch so kleinen Vokabelfehler.

Ein Gedanke, der oft übersehen wird

Viele meiner Teilnehmenden haben gelernt, sich klein zu machen, um nicht anzuecken, um nicht zurückgewiesen zu werden, falls der Satz danebengeht. Das ist zutiefst menschlich. Doch genau dieses Kleinmachen steht Executive Presence am meisten im Weg. Nicht die fehlende Vokabel. Die fehlende Erlaubnis, gesehen zu werden.

Essenz

It's not what you say. It's who shows up while you say it. Bevor du das nächste Mal „Good morning, everyone“ sagst, nimm dir diese drei Sekunden. Atme. Schau hin. Und dann sprich, mit dem, was du hast.

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Diana Vornicu-Eger

Diana Vornicu-Eger, M.A.

Trainerin und Coach für Business English Communication, Persönlichkeitsentwicklung und interkulturelle Kompetenz.

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